Homöopathische Heilmittel

Herstellung homöopathischer Heilmittel
Zur Herstellung homöopathischer Arzneien werden vorwiegend pflanzliche, mineralische oder tierische Ausgangstoffe nach bestimmten Herstellungsvorschriften verarbeitet.
Um ihre (aggressive) zu vermeiden, werden sie in exakt einzuhaltenden Abstufungen verdünnt. Nach Abschluss des Herstellungsverfahrens (Potenzierung) üben sie feinste Reize auf den Organismus aus, um die natürlichen, körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Dank dieser feinen nicht-chemischen Reize, sind homöopathische Arzneien frei von unerwünschten Nebenwirkungen, unterscheiden sich auch hierin fundamental von den schulmedizinischen chemischen Präparaten. Auch deshalb gelten sie in der Therapie von Säuglingen, Kindern, Schwangeren und überempfindlichen Menschen als besonders geeignet.

Die homöopathische Potenz
Der Arzneigrundstoff wird in der Homöopathie nach genau vorgeschriebener Herstellungsweise stufenweise verdünnt, dabei kräftig verschüttelt oder verrieben. Nach der homöopathischen Lehre verstärkt diese Arzneiverdünnung die Heilkraft. Das Verdünnungsverfahren wird Potenzierung genannt. Die Verdünnungsstufe des Mittels beschreibt also die Wirkkraft (Potenz) der Arznei. Je stärker ein Arzneistoff verdünnt (potenziert) ist, desto stärker ist die immaterielle energetische Wirkung, die von ihm ausgeht.
Man unterscheidet:
niedere, tiefe Potenzen: D1 – D12 / C1 – C6 / LM1 u. LM2
mittlere Potenzen: D12 – D24 / C6 – C30 / LM3 – LM5
Hochpotenzen: D30 – D200 / C30 und höher / LM6 und höher
Homöopathische Medikamente können als Globuli oder Tropfen verabreicht werden.

Arzneimittelprüfung
Die sogenannte Arzneimittelprüfung ist ein wichtiger Grundstein der Homöopathie. Es wird geprüft, welche Symptome eine Arznei erzeugen und damit auch heilen kann (Similia similibus curentur – Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt).
Eine Gruppe gesunder Menschen nimmt das zu prüfende Mittel ein und protokolliert alle darauffolgenden Befindungsänderungen auf Gemüts- und Körperebene. Am Schluss der Prüfung werden die Beobachtungen gesammelt und ausgewertet. Die Ergebnisse werden zum sogenannten Arzneimittelbild zusammengestellt und durch klinische Beobachtungen und Erfahrungen ergänzt. Die Ergebnisse dieser Forschung werden in der „Materia Medica Homöopathica“ zusammengefasst, was uns Homöopath:innen als Nachschlagewerk dient.
Beispiel:
Sie schneiden eine frische Zwiebel und bekommen brennende Augen. Ihre Augen tränen und aus der Nase läuft ein wässriges Sekret. Besserung finden Sie an der frischen Luft. Wenn nun eine Person dieselben Symptome durch eine Erkältung oder Heuschnupfen aufweist, wird ihm das homöopathische Mittel «Allium cepa» (Küchenzwiebel) Linderung verschaffen.